Bürgerinitiative „GESUNDES TROTHA“ e.V.

Beispiellos oder Beispiel gebend?

Wieder soll ein Stück Stadtteilgeschichte verschwinden.

Nicht nur Trothaer Bürger werden hier veralbert und sind empört.
Mit der Schriftenreihe „Trothaer Geschichte und Geschichten“ und zahlreichen Veranstaltungen strebt die Bürgerinitiative „GESUNDES TROTHA“ e.V., gemeinsam mit Historikern, interessierten Bürgern und Schülern, für den Erhalt von Denkmalen und kulturhistorischen Werten.

Mit hoher Bürgerbeteiligung fanden die Bürgerforen Quo vadis- Trotha im 21. Jahrhundert statt. Im Rahmen dieser Veranstaltungen, die von Stadträten und Experten begleitet wurden, wurden im sachlichen Streit die Voraussetzungen für die Errichtung eines (neuen) Heinedenkmales überhaupt, und nicht erst im Heinejahr, geschaffen.

Nach unserem Erkenntnisstand, gab es einen Stadtratsbeschluss und ein Protokoll zur Wettbewerbsausschreibung, in der die Grünfläche vor dem Nordbad als Aufstellungsort festgeschrieben wurde.

Als es einige Zeit still wurde um Denkmal und Heinefreunde, blieben auch Anfragen an Herrn von Sievers, Herrn Dr. Rathgen und die Oberbürgermeisterin unklar beantwortet:...... Man wisse noch nicht so genau, ..muss noch geprüft werden...ist Sache des Vereins....usw.
In Vorbereitung der Stadtteilkonferenz wurden ebenso keine Antworten gefunden (oder nicht gegeben?).

Die Bürgerinitiative hatte auch kund getan, dass sie das Heft 4 der Trothaer Geschichte, mit dem Titel „DAS HEINEDENKMAL“, das längst vergriffen ist, zum Zeitpunkt der Aufstellung des neuen Denkmals, überarbeitet, neu auflegen will und dazu gern Informationen der Heine Freunde genutzt hätte. Nicht einmal den Entwurf oder das Modell hat man den Trothaern kundgetan. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Übrigens interessant ist auch, dass das Grünflächen Amt, das bei der Ausschreibung mitwirkte, in einem Telefongespräch mitteilte, dass man genau wie die Bürgerinitiative, die Information über die Sonntagsnachrichten vom 26.05.02 erhielt. (anbei)

Wenn das Informationssystem so funktioniert, wer nimmt da eigentlich die Verantwortung für die Stadtteilentwicklung wahr und wie werden die Wünsche der Bürger respektiert? 

Obwohl für die Trothaer die Verfahrensweise nicht ganz fremd ist, so sind sie doch mit Recht immer wieder verwundert, wie einfach das geht.
Kostbares Vertrauen wieder mal verspielt. Ein trauriger Erfolg.

Karin Grundmann
Bürgerinitiative „GESUNDES TROTHA“ e.V. 

 

Fax an MZ Lokalredaktion

27.05.02

Sehr geehrte Damen und Herren

Weil unser Stadtteil so interessant ist, habe ich wieder ein Beispiel, wie mit Bürgerinteressen umgegangen wird, oder wie es besser nicht sein sollte.

Ich gehe davon aus, dass die Stadtverwaltung über die Durchführung von Beschlüssen auch über mehrere Legislaturperioden oder Personalwechselsituationen zu wachen hat.

Es sind doch städtische Mittel zu Gunsten des Standortes eingesetzt worden.

So ist es doch wohl nicht zuviel verlangt, dass man Bürger darüber informiert, wenn eine Situation neu beurteilt werden soll.

Bitte helfen Sie uns. Wenn wir schon keine Änderung mehr durchsetzen können, so ist es doch notwendig, aufmerksam auf unklare Verfahrensweisen zu machen.

Ich gehe davon aus, dass Sie unsere Situation verstehen, da Sie uns ja schon lange Jahre bei unseren Problemlösungen begleitet haben. 
Danke für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen